Was ist Mediation? ...zum Seitenanfang  
 
  Mediation ist ein effektives, zukunftsgerichtetes Vermittlungsverfahren, um Konflikte außerhalb der Gerichte zu lösen.

Mediation schafft einen sicheren Rahmen, in dem die Konfliktparteien ihre Konflikte auf konstruktive Weise mit Hilfe eines neutralen (allparteilichen) Dritten - dem Mediator - lösen können.


 
Warum Mediation? ...zum Seitenanfang  
 
  persönliche Ziele erreichen
  selten bekommt eine Partei vor Gericht, was sie wirklich
will: in der Mediation stehen die tatsächlichen Inter-
essen im Vordergrund

 
  Kräfte sparen
  statt zerstörerischer Konflikt: eine friedliche und
konstruktive Form des Umgangs

 
  Zeit und Geld sparen
  Mediationsverfahren sind in der Regel weniger kosten-
und zeitaufwendig als Gerichtsverfahren

 
  eigenen Standpunkt erklären
  in der Mediation kann eine Partei der anderen klar
und deutlich sagen, warum es ihr wirklich geht

 
  mehr erfahren
  statt zu behaupten und zu beweisen: fragen, was man
wissen möchte

 
  Vertraulichkeit
  Gerichtsverhandlungen sind öffentlich - eine Mediation
ist ein privates Verfahren; kein Beteiligter trägt
Informationen aus dem Verfahren heraus

 
  Kontrolle behalten
  in der Mediation bestimmen die Parteien das Verfahren,
nicht der Richter

 
  dauerhafte "Befriedung"
  durch zukunftsorientierte Lösungen

 

Verfahrensgrundsätze der Mediation:

...zum Seitenanfang
 
 

Verfahrensleitung durch einen allparteilichen Dritten-
dem Mediator,
Freiwilligkeit der Teilnahme,
Selbstverantwortlichkeit der Konfliktparteien,
Informiertheit der Parteien,
Vertraulichkeit und Verschwiegenheit


 

Ziel der Mediation:

...zum Seitenanfang
 
  Das Ziel der Mediation ist, konstruktive Lösungen im Interesse aller Beteiligten zu finden.

 

Verlauf der Mediation:

...zum Seitenanfang
 
  Die Mediation läuft in der Regel in mehreren ein- bis zweistündigen Sitzungen der beteiligten Parteien zusammen mit dem Mediator ab. Gegenstand dieser Sitzungen sind die von den Parteien zu bestimmenden Konfliktthemen.

 

Was geschieht am Ende einer Mediation und wie geht es weiter?

...zum Seitenanfang
 
 

Am Ende einer Mediation steht ein rechtsverbindlicher Vertrag, in dem alle von den Konfliktparteien getroffenen Vereinbarungen - wie z.B. in einer Scheidungsmediation über den Trennungs-, Kindes- und nachehelichen Unterhalt, den Zugewinn, die Hausratsaufteilung etc. - aufgenommen werden. Dieser Vertrag bildet neben dem Ablauf des Trennungsjahres und dem Scheidungsantrag die Grundlage für den Scheidungstermin vor Gericht.

Darüber hinaus kann es ratsam sein, eine Vereinbarung - wie z.B. im Rahmen einer Wirtschaftsmediation über die Anteilsveräußerung eines aus einem Unternehmen ausscheidenden Gesellschafters sowie die Zahlungsweise - notariell zu beurkunden.

Grundsätzlich bezeichne ich einen solchen Vertrag "Memorandum", weil darin auch festgehalten wird, weshalb die Beteiligten zu dieser oder jener Regelung gelangt sind. Das schafft erfahrungsgemäss Rechtsfrieden für eine lange Zeit.


 

Dauer der Mediation:

...zum Seitenanfang
 
 

Die Dauer der Mediation hängt davon ab, wie viel Zeit die Konfliktparteien benötigen, um Entscheidungen zu treffen. Durchschnittlich genügen für eine Scheidungsmediation vier bis zehn Sitzungen über zwei bis drei Monate. Der Zeitrahmen für eine Wirtschaftsmediation ist unterschiedlich. So sind Mediationen zwischen Unternehmen meist von kurzer Dauer - sie dauern einen bis höchstens drei Tage. Mediationen innerhalb von Unternehmen
benötigen hingegen Zeit, weil es sich hier um komplexe Systeme handelt und die Behandlung eines Fehlers im System meistens nicht in ein bis zwei Maßnahmen erledigt werden kann.


 

Kosten der Mediation:

...zum Seitenanfang
 
 

Die Kosten der Mediation richten sich nach dem vereinbarten Stundenhonorar, nicht nach dem Streitwert. Daher ist in der Regel eine Mediation kostengünstiger, als ein Verfahren vor Gericht. Sofern in einer Trennungs- / Scheidungsmediation z.B. mehrere Verbundanträge in einem Verfahren eingebracht werden, senkt eine vor Einreichung des Scheidungsverfahrens erfolgreich durchgeführte Mediation die Kosten erheblich.

Anhaltspunkt für die Höhe des Stundenhonorars in einer Familienmediation ist das monatliche Nettoeinkommen der Parteien. Im Rahmen einer Wirtschaftsmediation bemisst sich das Honorar nach Art und Umfang des Verfahrens.